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Neujahrsgrüße

Neujahrsgrüße des Bürgermeisters

Allen Einwohnerinnen und Einwohnern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2018...

 

Sehr gehrte Mitbürgerrinnen und Mitbürger,

 

Der Bürgermeister

zum Beginn des neuen Jahres, möchte

ich Ihnen und Ihren Familien ein

gesundes und erfolgreiches Jahr 2018

wünschen.

 




Liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen der Gemeinde Werther,


Das Jahr 2017 ist schon wieder Geschichte. Ich hoffe, Sie haben es gesund sowie erfolgreich absolviert und können eine positive Bilanz ziehen.

Ich wünsche Ihnen für das Jahr 2018 viel Gesundheit, damit es Ihnen gelingt, Ihre Pläne und Wünsche auch im neuen Jahr umzusetzen.
Wenn ein Jahr sich dem Ende neigt, ist es schon Tradition zurück zu schauen, bevor man sich den neuen Aufgaben und Herausforderungen stellt.

Das vergangene Jahr 2017 war mit Sicherheit eines der intensivsten und politisch verrücktesten in meiner Bürgermeistertätigkeit. Natürlich meine ich die Entwicklung des Großprojektes der RRG Landesregierung – die „erfolgreiche“ Umsetzung der geplanten Verwaltungs-, Funktional- und Gebietsreform. Heute wissen wir, dass diese wichtige und ambitionierte geplante Veränderung in Thüringen komplett gescheitert ist. Unser Ministerpräsident hat im Verlauf der Entwicklung immer gesagt, dass er nicht über das „Ob“ diskutiert, sondern nur über das „Wie“. So schnell kann es gehen und wir diskutieren gar nicht mehr.

Vorab möchte ich auch noch einmal klar sagen, wir waren und sind nicht gegen eine Gebietsreform. Aber diese darf nicht vom Reißbrett in Erfurt vorgeschrieben und ohne vernünftige Hintergründe und ohne Kommunikation den regionalen Kommunen übergestülpt werden.

Aber nun doch der Reihe nach, denn es war schon während des Entwicklungsprozesses sehr spannend und zum Teil abenteuerlich.
Die Landesregierung hatte sich ein sogenanntes Leitbild erstellen lassen und dann ein Vorschaltgesetz als rechtliche Grundlage für die Gebietsreform beschlossen. Leider waren von Beginn an weder die Kommunen, die Landkreise noch der Gemeinde- und Städtebund in die ersten Diskussionsprozesse involviert.

Somit entwickelte sich eine negative bzw. ablehnende Grundeinstellung gegen die Reform im Land. Daraufhin gründete sich die „AG Selbstverwaltung“, mit dem Hintergrund, ein Volksbegehren gegen die Gebietsreform zu organisieren. Auch diese, sich entwickelnde, negative Stimmung wurde in Erfurt nicht wahrgenommen. Im Gegenteil, der damalige Innenminister, Herr Poppenhäger, hat daraufhin noch drastischer, sehr arrogant und von oben herab versucht, ohne jegliche Kommunikation, mit den bisher Beteiligten den Prozess zu beschleunigen.
Es wurden ein paar Alibi-Regionalkonferenzen abgehalten. Diese verpufften völlig, weil es dort wieder keine Reaktionen bzw. Antworten auf die Fragen, Anregungen und Hinweise der Kommunen gab.

Dann ging doch alles sehr schnell. Die Opposition hatte gegen das Vorschaltgesetz geklagt. Das Verwaltungsgericht hat dieses Gesetz Mitte des Jahres 2017 für verfassungswidrig erklärt. Im Fußball nennt man sowas ein Eigentor. Durch dieses Urteil wurde die Landesregierung gezwungen, umzudenken.
Nachdem die Lage völlig desaströs und unhaltbar war, wurde der Innenminister Poppenhäger geopfert. Diese Maßnahme war überfällig und deshalb zu spät. Aber auch das haben die Damen und Herren in Erfurt nicht erkannt. Der neue Innenminister hat erneut zum Angriff geblasen und bekam als Verstärkung noch einen zweiten Staatssekretär an die Seite gestellt.

Seit dem 30.11.2017 ist der ganze Spuk vorbei – der gesamte Prozess wurde offiziell für gescheitert erklärt. Aber das Jahr 2017 war inhaltlich und arbeitstechnisch, bis zur Absage der Reform, voll von diesem Thema geprägt.
Es hat viele Beratungen, Gespräche und Ortstermine mit den möglichen Rechtsnachfolgern gegeben. Natürlich waren wir bestrebt, wenn die Reform kommt, einen sehr guten Eingliederungsvertrag zu verhandeln.
Wir werden jetzt die bisher erzielten Ergebnisse in die Schublade legen und die weitere Entwicklung abwarten.

Weitere Schwerpunkte im Jahr 2017 waren, u. a., ein Projekt zur Dorferneuerung in Günzerode – die Umsetzung der Neugestaltung des Eingangsbereiches des Friedhofes.
Wir haben auch in 2017 unsere begonnene Straßensanierung mit der TSI in den Ortsteilen fortgesetzt.
Einen großen Schwerpunkt haben wir auf die Sanierung und Erneuerung von Spielgeräten auf unseren Spielplätzen gelegt. Im Gemeindegebiet haben wir 12 Spielplätze und diese gilt es auch zu pflegen.

Es ist uns auch wieder gelungen ein Tanklöschfahrzeug (W 50) in Kleinwerther durch einen moderneren Tanker zu ersetzen. Durch diese Neuanschaffung haben wir es in den letzten Jahren erreicht, fast die gesamte Technik und den Fuhrpark auf einen zufriedenstellenden Stand zu bringen.

Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED, in Werther und Großwechsungen, war eine wichtige Maßnahme zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz. Selbstverständlich erreichen wir auch eine enorme Senkung der Betriebskosten.

Im August wurde dann auch die Gemeinschaftsbaumaßnahme mit dem Abwasserzweckverband „Goldene Aue“, dem Wasserverband Nordhausen, der TEN und der Gemeinde Werther in Großwechsungen Siedlung begonnen. Hier läuft alles planmäßig und bis 2018 werden Abwasser-Regenwasserkanäle, neue Niederspannungsanschlüsse, das Trinkwassernetz und die Straßenbeleuchtungsanlage neu gebaut sein. Am Ende der Maßnahme werden wir, die Gemeinde Werther, den grundhaften Ausbau der Straßen und Nebenanlagen vornehmen lassen.

Unglaublich hart hat uns die negative Entscheidung des ALF Gotha getroffen, unseren Antrag zur Aufnahme der Dorfregion Werther in die Dorferneuerung abzulehnen. Auch die Gründe sind für uns schwer nachvollziehbar und zeigen doch die gesamte schlechte Situation der Kommunalfinanzen in Thüringen wieder. Schlecht gestellte finanziell Kommunen, die eine Förderung benötigen, werden ausgegrenzt. 

Wir lassen uns nicht entmutigen und werden mit unseren Dorferneuerungsbeirat das Entwicklungskonzept überarbeiten und am 30. Mai 2018 einen neuen Antrag stellen.

Unbedingt möchte ich unser Projekt „Werthermobil“ als eine sehr positive und ehrenamtlich agierende Mobilitätsdienstleistung erwähnen. Für viele mobilitätseingeschränkte Menschen in unseren Ortsteilen ist diese Möglichkeit wieder mobil zu sein, die einzige Chance in ihrer Heimat zu bleiben.
Es gibt tatsächlich noch sehr soziale Menschen, die in ihrer Freizeit bereit sind, anderen Menschen zu helfen.
Ich möchte, auch im Namen der Betroffenen, unseren ehrenamtlichen Fahrern recht herzlich für ihr soziales Engagement danken.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Ein Ausblick auf das Jahr 2018 sei an dieser Stelle gestattet.
Die erwähnte Großbaustelle in Großwechsungen erfolgreich zu beenden, ist für unsere kleine Gemeinde eine große Herausforderung, die wir natürlich erfolgreich meistern wollen.

Nach der Beerdigung der Gebietsreform werden wir als Einheitsgemeinde länger als gedacht weiter bestehen. Hier trifft auch wieder der Slogan „Tot geglaubte leben länger“ voll zu. Dies bedeutet, dass wir uns für die nächsten Jahre gut aufstellen müssen, um auch weiterhin alle kommunalen Aufgaben erledigen zu können.

Das waren nur ein paar Schwerpunkte für das Jahr 2018.

Abschließend möchte ich mich bei allen  Gemeinderats- und Ortsteilratsmitgliedern, den Ortsteilbürgermeistern, dem Ortsbrandmeister mit allen Angehörigen der freiwilligen Feuerwehren, den Mitgliedern der ortsansässigen Vereine, den Geschäftsführern der Einrichtungen, die ihren Sitz in der Gemeinde Werther haben, den Beschäftigten der Gemeindeverwaltung und der Kindertagesstätten sowie allen, die mir auch im Jahr 2017 bei der Lösung meiner Aufgaben halfen, für ihr Engagement und ihre Unterstützung recht herzlich bedanken.

Ein ebenfalls großer Dank an die vielen freiwilligen Helfer, welche auch wieder im letzten Jahr durch Arbeitseinsätze in unseren Ortsteilen für ein angenehmes und schönes Ortsbild gesorgt haben.
Sie haben wesentlich mit dazu beigetragen, dass sich die Menschen in unserer Gemeinde weiter wohlfühlen.

Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam auch das als sehr schwierig prognostizierte Jahr 2018 mit einer sicherlich gewissen Kompromissbereitschaft und Gelassenheit erfolgreich gestalten werden.

Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Werther, auch im Namen des Gemeinderates, der Ortsteilräte und Ortsteilbürgermeister sowie der Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, ein friedliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2018.

Herzlichst
Ihr Bürgermeister - Hans-Jürgen Weidt

 

 


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